Trennung von Tag und Nacht

Veröffentlicht in Uncategorized am Juli 7, 2009 von Marina`s Woertaworld

Der Morgen bietet der Nacht die Stirn
Vogelstimmen begleiten tausende Gedanken,
im Takt ihrer Lieder
schwinden seltsame Zweifel des Handelns.

Der Morgen kehrt der Nacht den Rücken,
Horizont nimmt Form und Farbe an.
zuverlässig trennt er die Konturen,
und zeichnet des Tages Klarheit auf.

Der Morgen bringt das Staunen wieder,
wisperndes Raunen verschafft Gehör und Stimme sich.
das Schöne stärkt und fern von jedem Zweifel
kehrt Liebe in die Welt zurück.

 

copyright: Marina de Bon

Sie ist die Liebe

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde, leben am Juni 16, 2009 von Marina`s Woertaworld

Sie begegnet der Hoffung,
und flieht vor dir.
Es nagt der Zweifel,
rück näher zu ihr.

Sie müht sich im Stillen
zeigt Achtung vor dir
verlorene Plage,
vermittelst du ihr.

Liebe

Sie reicht dir den Frieden,
nimm ihn dir,
ein starker Wille,
verneigt sich vor ihr.

Sie schmunzelt und lacht
und vermittelt dir,
die Kraft dieses Lebens
wohnt nur in ihr.

Sie kennt keine Macht
ja, sie gibt sie dir
ist grenzenlos
sei gütig mit ihr.

Sie kennt kein Verlangen
sie stillt es dir,
den Kelch der Freude,
trink ihn mit ihr.

Sie ist die Weisheit,
und zeigt sie dir,
nimm ihre Nähe,
verbünd dich mit ihr.

Sie ist die Zukunft
bleibt immer bei dir
richtet und rechtet nicht,
sag ja zu ihr.

Sie ist die Liebe,
du hast es erkannt,
sie hat sich verstellt
dir nun Namen genannt.

copyright: Marina de Bon

die Gunst der Stunde

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde, leben am Juni 15, 2009 von Marina`s Woertaworld

sonnenuntergang

Der Tag entschwindet, die Nacht sinkt herab,
fliehende Leidenschaft am Verglühen,
verschwunden im Schatten, das Bild deiner Selbst,
verlorenes Dunkel erobert die Welt.

Ein eisiger Ort, blitzschnell bitterkalt,
wo ist das Strahlen, wo ist mein Halt?
Wann geht das Hoffen das Sehnen verloren,
hat das Selbst sich als Ziel auserkoren?

Auf Wegen, oft, doch kaum ernsthaft begangen,
Lichtblick und freundliches Wesen empfangen.
Unschärfe trennt das Leben vom Tod,
Trübes verbindet sich mit der Not.

Was, wohin gehst du,
wo stehst du, mein Strahlen?
der Rückzug auf Raten ist Untergang,
Hoffen schlängelt der Nacht sich entlang.

Dunkelheit frierend nach Rache sinnt,
Lichter verschwinden, die Wut verrinnt.
Ein winzig Gefühl nur, die Hoffnung steigt,
die Gunst der Stunde sich freundlich verneigt.

copyright: Marina de Bon

dicht gewebt

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , am Juni 11, 2009 von Marina`s Woertaworld

 

dom salzburg

Der Klang der Kirchenglocken webt ein dichtes Netz.
Feiner Sprühregen durchzieht den Marmor,
alles schweigt,
im Schatten drohender Steine,
zartes, sanftes Mühen verglüht
und kehrt am nächsten Morgen wieder.

Ein leiser Ton im Strahl der Sonne.
In schönem Kleide gewandet
ziehen sie zur Wandlung.
Blumen in den Händen und Messer in Fäusten,
der Prozession wortlos harrend.

Der Klang der Kirchenglocken webt ein dichtes Netz
undurchdringlich und verworren
erscheinen manche Rituale.

copyright: Marina de Bon

zarter Brunnen, grobe Fassade

Entkommen

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Lebenskultur, Worte-Woerter-Wortgebilde am Juni 8, 2009 von Marina`s Woertaworld

Vertraue dem Klang echter Worte,
dröhnendes Stampfen verneine,
verlasse den Sog falscher Orte,
schrecklich Erlebtes beweine.

Erkenne die Stärke der Zuversicht,
nörgelnden Zweifeln biete die Stirn,
Mit dem Zorn des Hasses geh ins Gericht,
fege den üblen Spott aus dem Hirn.

Erwecke die Ruhe im sanften Sein,
bedrückende Schwere entblöße,
kläre der Dinge, mein und dein,
ermögliche eigene Größe.

Entwachsen falscher Bescheidenheit,
bist kleinlichem Denken entkommen,
lebe dein Sein in der Heiterkeit,
fühle dich glücklich benommen.

copyright: Marina de Bon

Du bist das Glück

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , , , am Juni 5, 2009 von Marina`s Woertaworld

ok 108

Der späte Frühling und frühe Sommer ist die Zeit der erwachten Liebe.

Das Vertrauens in den Tag wird durch die Wärme der Sonne und die Ruhe des Mittags zur Sicherheit.

Die wohlige Trägheit gibt Raum zum Träumen.

Dein Blick
ist Lebenslicht
in den Augen
meiner Seele.

In deiner Nähe
wird das Wort Vertrauen
zu einer Wirklichkeit
die freudig überrascht.

aus: “Für immer Du, Hans Kruppa Liebesgedichte”

Du ist die vertraute Silbe,
du ist die Verheißung,
du ist das erwachte Leben,
du als Wort ist nur die Form.
Du bist der vertraute Herzschlag,
du bist das versprochene Glück,
du bist die Sekunde Leben,
du bringst Lachen heil zurück.
Du wirst diese Hoffnung nähren,
du wirst vieles anders tun,
du wirst das und mehr begehren,
du bist Spiegel, wirst zum Ich.

copyright: Marina de Bon

Verwunschen

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Literatur, Worte-Woerter-Wortgebilde am Mai 1, 2009 von Marina`s Woertaworld

Verwunschen,
der Illusion beraubt,
gewollt und gewünscht,
hinter Mauern verborgen.

schloss 1

Gefunden,
der Suche enthoben,
verbotener Schatz gehoben
hinter erstaunten Blicken.
Sich versichern,
der wichtigen Rolle
unbewusst dienen.
Sich verbergen
vor hohlen Blicken
das Denken versteckend.
Sich wagen,
anders zu handeln,
unaufgefordert ungenormt anders
geworden.

copyright: Marina de Bon

Die Leber wächst mit ihren Aufgaben von Eckart von Hirschhausen

Veröffentlicht in Gelesen und kommentiert, Literatur mit Tags , , am April 5, 2009 von Marina`s Woertaworld

Platz 1 der Spiegel Bestsellerliste!

Vom Untergang des Buchwerts zum Aufstieg der Meistverkauften. Klingt ausgezeichnet und wäre bei einem Auto oder einem Konsumgegenstand ein echtes Qualitätsmerkmal. Bei Büchern, die das Siegel “meistverkauftes Buch” aufweisen, bin ich ein wenig vorsichtig. Das Buch war über lange Zeit kein Gegenstand des banalen Konsums, es war zur Wiederverwertung gedacht. Ein Buch wurde sorgfältig behandelt, schön aufbewahrt, wiedergelesen und meist nur in dafür gesondert angelegten Räumen mit ausgebildetem Personal verliehen. Ein kostbarer Wertgegenstand also, der rein zufällig in den vergangenen Jahren im Supermarkt als “Sonderangebotsware” gelandet war. Nun habe ich so ein “meistverkauftes Produkt” vom Regal erworben und gelesen.

Der Einstieg in “Die Leber wächst mit der Aufgabe” ist bewusst reisserisch gewählt, das unterstützende Marketing ebenfalls. “Ohne Vorwort von Harald Schmidt”, schade, eine seiner spöttischen bis nahezu zynischen Bemerkungen hätte sicherlich besser als das leere Nichtvorwort gepasst. Dann begann ich zu lesen. Nach und nach, eine kleine Geschichte nach der anderen, die Fotozellen auf öffentlichen Toiletten und Klöster als Orte des echten Anti-agings für Männer. Als ich bei der Behauptung angelangt war, dass Schlafen der eigentlich ideale Zustand des Menschen sei, in dem man befinden sollte und Aufstehen nur die lästige Unterbrechung zur Nahrungssuche darstelle, hatte er mein Interesse geweckt. Dr. med. Eckart von Hirschhausen steht auf dem Deckblatt und “Trust me” “I am a doctor”. Diese beiden Aussagen führen zum Kabarettisten und Gründer der Rote Nasen Organisation, die bekannterweise Kinder im Krankenhaus zum Lachen bringen. Dafür sammelt er “unermüdlich Spendengelder” steht weiter im Einband. Die grüne Farbe widerspiegelt den grellen Charakter der Erzählungen, den kleinen Wahnsinn des Alltags. In “Die Leber wächst mit der Aufgabe” werden zahlreiche Paradoxien und menschlich Absurdes beschrieben. Ich wurde überzeugt und lese die restlichen Erzählungen zu Ärzten und Alternativmedizin. All die kleinen Geschichtchen nacherzählen zu wollen, ist schwierig bis unmöglich, da müsste ich das Buch abschreiben. Wohl auch ein Grund warum es auf Platz 1 der Best Seller Liste vom Spiegel ist. Amazon bietet 93 neue Bücher ab EUR 6,50 und 33 gebrauchte Werke ab EUR 5,49 an. Ob dies wohl ein Hinweis ist, dass meistverkauft nicht immer meistgelesen ist? Schade, ich hätte 4 € gespart und ein neues, kein neuwertiges Buch bekommen. Neuer Bücher, deren Seiten sich langsamer öffnen und dessen Buchstaben frischer wirken. Sage und schreibe zu einem Spottpreis, das spottet dem Wert jeden Buches als der Buchdruck erfunden wurde.

Das Buch wird immer häufiger zur schicken Ergänzung des Publicity anderer Aktionen. Einer geht den Jakobsweg und schreibt darüber, eine andere schreibt über Feuchtgebiete und viele über all das, was sie täglich tun. Richtig schwierig ist nur die Auswahl geworden, zu lesen, was einem interessiert und nicht das Angebot.

Die Vielfalt enthält wahrscheinlich eben so viel Qualität wie vor 50 Jahren, sie ist nur schwerer zu finden. Bestsellerliste bedeutet eben nur, auf Platz 1 bei google zu landen, in möglichst vielen Talk shows genannt zu werden und ein entsprechendes Rahmenprogramm zu haben. Das es deshalb nicht gelesen werden sollte, halte ich für ein schlechtes Gerücht. Dieser Eintrag war geschrieben und gespeichert als ich das mailprogramm öffnete. Amazon schickt mir die Bestleserliste Österreichs unter der Bezeichnung “Was Österreich liest!” Na, was wohl? Eckart von Hirschhausens Buch über das Glück, das selten allein kommt, liegt derzeit an erster Stelle, welch ein Zufall.

In der Stille

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Literatur mit Tags , , , am April 3, 2009 von Marina`s Woertaworld

“Früher brachte der Lärm die Menschen aus der Ruhe. Heutzutage ist es die Stille.” (Ernst Ferstl)

Katakomben im Licht

Ich liebe die Stille,
Ruhe ohne Wille,
der Lärm und die Unruh sind eins.

Ich liebe die Ruhe
das Tun ohne Eile
die Hast und das Hetzen,  nicht meins.

Wann ist die Freiheit, des zeitlosen Handelns
wenn Wirken und Wollen,
versunken in Heiterkeit?

 Wo ist die Heimat, befreit von Zerstreuung und Lärm,
wo Hasten und Hetzen,
Seelen verletzen, um jeden Preis?

Wie ist diese Stille
befreit von Sorge und Angst
unendliches Nichts, vernichteter Wille?

 copyright: Marina de Bon

Der Wächter im Garten

Veröffentlicht in Gesehen und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , , , am März 8, 2009 von Marina`s Woertaworld

hund-im-garten

Du hütest den Garten,

du seltsames Wesen,

betrachtest Besucher

beim Hasten und Warten.

 

 

Bist klein und wichtig,

im Winter und Sommer,

im Herbst und im Frühling

bewachst du, ganz richtig.

 

Am Weg den sie gehen,

die Alten und Jungen,

berühren dich manche

und bleiben stehen.

 

Betrachten die Spiele,

beäugen das Schloss,

bewundern die Teiche,

der Menschen, so viele.

 

Du Wächter im Garten,

erkennst die Gestalten,

betrachtest Gesichter

beim endlosen Warten.

 

Gibst keinen Laut,

und keine Bewegung,

bist stumm du, im Garten

ein Hund nur, der schaut.

 

copyright: Marina de Bon