Macht

Ein Spiel der Unwirklichkeit,
dass sie so gerne tändeln,
wichtig unabänderlich.
Insistieren,
geradezu lächerlich,
im Eifer ihres Handelns.

Machen um sicher zu sein.
Wo bleibt die Lust,
sich einzulassen?

Der Mächtige zielt auf Recht haben,
der Ohnmächtige greift nach allen Gaben.
Angst und Macht, inniges Paar,
Ohnmacht und Zuversicht,
so fremd es scheint
die Wirklichkeit.

Wenn Mächte planen,
unser Bild verzerren,
auf endlose Reise verschleppen.
Fühle ich Ohnmacht,
mächtig und weise.

Laut und wichtig,
winselnd,
nie um Antwort verlegen.

Was willst du,
sorge dich nicht.
Ich nehme dir nichts,
denn was du hast,
will ich nicht
und was ich will,
hab ich. geh:macht.

copyright by Marina de Bon

Macht und die Ohnmacht sind polare Geschwister die ohne einander nicht existieren können, sie bedingen einander, meine ich. Ich denke dabei an Funktionsmacht, hierarchische Macht, Finanzmacht… Macht die nicht unbedingt aus Wissen oder Bewusstsein resultiert. Deshalb honnte ich nicht abschwächen, diese Polarität musste ich so schreiben.Darunter stelle ich mir sehr stark Macht ohne Verantwortung vor.  Mächtige Menschen erlebe ich manchmal voll von Angst aber stetig darauf bedacht nicht ängstlich zu wirken, sich anders zu zeigen. Im Überspielen der Angst, darum kämpfen nicht zu verlieren, was man sich angeeignet hat, wie Geld, Besitz, Titel, Stellung usw.  Im Individualfall unterscheide ich gerne zwischen aneignen und erwerben. Ohnmächtige haben vielleicht weniger zu verlieren, daher die Zuversicht. Und wie immer denke ich, gilt das nicht für alle und jeden. Übrigens glaube ich auch, dass der Ohnmacht noch sehr viel Einfluss und Aktivität inne wohnt

Ein Spiel der Unwirklichkeit,
dass sie so gerne tändeln,
wichtig unabänderlich.
Insistieren,
geradezu lächerlich,
im Eifer ihres Handelns.

Machen um sicher zu sein.
Wo bleibt die Lust,
sich einzulassen?

Der Mächtige zielt auf Recht haben,
der Ohnmächtige greift nach allen Gaben.
Angst und Macht, inniges Paar,
Ohnmacht und Zuversicht,
so fremd es scheint
die Wirklichkeit.

Wenn Mächte planen,
unser Bild verzerren,
auf endlose Reise verschleppen.
Fühle ich Ohnmacht,
mächtig und weise.

Laut und wichtig,
winselnd,
nie um Antwort verlegen.

Was willst du,
sorge dich nicht.
Ich nehme dir nichts,
denn was du hast,
will ich nicht
und was ich will,
hab ich. geh:macht.

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