Archiv nach Kategorie "Gefühle"

der schatten deiner selbst

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Gefühle, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , , am November 23, 2009 von Marina`s Woertaworld

Den Schatten deiner Selbst,
jagst du nicht, wage nicht.
Sage nichts und niemand sieht,
den Schatten deiner Selbst.
Rennst du nach, laufst du vor,
und suchst doch nur dich selbst.

Im Schatten deiner Selbst
liegst du, unter der Last,
lügst als Schatten,
fliegst als Schatten, deiner Selbst
und siehst nicht, merkst nicht
den Spiegel deiner Selbst.

Ob der Schatten lügt, pb er betrügt?
Der Schatten biegt zurecht
ist echt und doch nicht recht.
Der Spiegel verspricht im hellen Licht,
biegt nichts zurecht, ist echt.

Der Schatten deiner Selbst,
im Licht deines Ichs,
des verborgenen Abbilds von dir.
Dein Spiegel der Welt,
Schatten und du selbst.
Rücken Dunkles ins Licht,
im Spiegel vorm Gesicht.

copyright fotos und text: Marina de Bon

mit dir graues nichts erhellen

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Gefühle, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , am November 23, 2009 von Marina`s Woertaworld

Dem Glück des Tages nicht entsagen,
friedlich die Details betrachten.
Stille Hoffnung nicht verjagen,
auf die Schritte sorgsam achten.

Der Lust des Tages nicht entkommen,
das Wesen des Geschehens sehen,
kleine Gesten angenommen,
in der Liebe Gleichschritt gehen.

Das Licht des Tages jetzt erkennen,
sanft das Denken ruhig stellen.
tiefen Glauben fest benennen,
mit dir graues Nichts erhellen.

copyright: text und fotos Marina de Bon

Du bist der Stern

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Gefühle, Worte-Woerter-Wortgebilde am September 20, 2009 von Marina`s Woertaworld

du und ich 2

Der Tag der mich weckte,
eine Zeit der Reife,
den Ort ich entdeckte,
der Ernte.

Die Lust des Erforschens,
dunkle Wege gehen,
Winkel betreten,
die Zeit blieb nicht stehen.

Das Suchen am Wegrand,
schöne Steine, Geröll,
ein Schatten vor mir stand,
den Blick abgewandt.

Ein Tag endlich hell war,
die Zeit blieb stehen.
Blicke so klar,
das Rechte zu sehen.

Die Stunden des Grauens
verschwommen und fern,
voll des Vertrauens,
du bist der Stern.

Es ist wirklich,
ist Raum und Zeit,
ein Funken der Ernte,
Unendlichkeit.

copyright text: Marina de Bon, foto: Schaugenau2

Du und ich

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Gefühle, Worte-Woerter-Wortgebilde am September 17, 2009 von Marina`s Woertaworld

An dich denken,
ist nicht für dich denken.

Auf dich hören,
ist nicht übertönen.

Zu dir gehören,
ist nicht unterordnen.

Um dich kümmern,
ist nicht bekümmern.

Für dich sprechen,
ist nicht unterbrechen.

An dich glauben,
ist nicht dasselbe meinen.

Dich bewundern,
ist nicht dasselbe können.

Dich kennen,
ist nicht dasselbe wissen.

copyright: Marina de Bon

bewölkte Traurigkeit

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Gefühle, Worte-Woerter-Wortgebilde am Februar 22, 2009 von Marina`s Woertaworld

Es hält mich fest und drückt mich nieder,
nimmt alle Kraft und lähmt die Glieder.

Kein frohes Lachen, dumpfes Rollen,
innen Trauer, außen Grollen.

Welch ein Schauspiel, reich gespiegelt,
Blitz und Donner, Schmerz versiegelt.

Dunkelheit erlöst die Trauer,
fortgeschwemmt vom Regenschauer.

Trauer und Wolken

copyright: Marina de Bon

Gibst du mir?

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Gefühle, Gehört und kommentiert, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , , , am Februar 14, 2009 von Marina`s Woertaworld

Gibst du mir ein Stück von Dir?
Einen Blick, den Augenblick.
Gibst du mir ein Wort von Dir,
diesen Satz, du weisst ihn schon.
Gibst du mir ein Lied von Dir,
das Lustige, sing doch, sei nicht so.
Gibst du mir eín Gefühl von Dir?

copyright Marina de Bon

im Eis verborgen

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Gefühle, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , , , , am Februar 10, 2009 von Marina`s Woertaworld

eis21

Bist du im Eis, allein,
bewegungslos verborgen?
Versperrt die kalte Grenze,
dir die Sicht auf neue Bilder?

 

eis3

Bist du das Bild, verzerrt,
im blanken Hang verwoben?
Verhindert eisig Wand,
den Tritt auf neuem Boden?

 

 

Bist du der Baum, geduldig,
blickt auf diese Pracht?
wärmend Wind im Ast,
dir flüstert: „Warte, warte, wenig Tage!

Bist du die Brise, unbeständig
wehend auf dem eisig Grund?
Schmelzend, tropfend jammernd, ächzend.
dir der Bach nun ruft entgegen: „Neu und alt ist mein!“

 copyright: Marina de Bon

der Liebe Ausdruck verleihen

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Gefühle mit Tags , am Februar 6, 2009 von Marina`s Woertaworld

Wenn ich könnte, würde ich Wasser schöpfen,
den Sand durch die Finger rieseln sehen,
die Sonnenstrahlen lenken,
meinen Fuss vor den nächsten setzen.
Wenn ich könnte, würde ich Steine tragen,
den Wind durch die Ritzen hören,
der wärmenden Abendsonne
meine volle Aufmerksamkeit schenken.

Wenn ich könnte, würde ich Feuer machen,
den Flammen ihren Weg bereiten,
der klingenden Stimme
meiner Liebe Ausdruck verleihen.

Wenn ich könnte, würde ich Töne formen,
den Spuren der Tropfen folgen,
der schmale Pfad meiner Sehnsucht,
den Weg dir weisen.

copyright: Marina de Bon

die Spur ist gezogen

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Gefühle mit Tags , , am Dezember 31, 2008 von Marina`s Woertaworld

langlaufen

Friede ist eingekehrt,
ruhig und still ist es im Herzen geworden.
Einen Spalt weit öffnet sich die Tür
und ladet ein, zum Mitfeiern.

Freude ist eingekehrt,
lächelnd und mit glänzenden Augen,
betrachten wir den winzigen Zugang zum Herzen
und beginnen einen Schritt zu gehen.

Stille ist eingekehrt,
während sich behutsam Herzen begegnen,
mit Glanz in den Augen tasten sich die
Strahlen der Güte langsam voran.
lassen sich nieder und finden Herberge,
hier bei uns.
des Moments Seelenruhe.

Eine Spur führt zur anderen,
der Weg ist getan,
ein Ton zur Melodie sich formt,
hier, im Frieden
der Seelen Ruhe.

 

copyright: Marina de Bon

Das Weihnachtsgeheimnis

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Gefühle, Geschichte mit Tags , am Dezember 8, 2008 von Marina`s Woertaworld
Es war einmal eine Frau, die in der lauten, lebhaften Stadt mitten unter Millionen von Menschen lebte. Tag für Tag ging sie morgens aus dem Haus und kam abends zurück. Ihre Schuhe waren mit den Jahren flacher geworden und die Jacken schöner und teurer. Kein Mensch kam jemals an die Wohnungstür, niemand läutete die Klingel, war sie doch den ganzen Tag über nicht zuhause.
weihnachtsbaum

Eines Morgens, als sie eben das Haus verließ, wurde sie auf einen Klang aufmerksam. Ein zartes Stimmchen piepste, ein Lied, das man kaum hören konnte. Sie schüttelte den Kopf und ging weiter. Bald hatte sie den seltsamen Ton vergessen. Am nächsten Morgen machte sie sich wieder auf den Weg zur Arbeit. Eben war der letzte Knopf des Mantels geschlossen, da war er wieder der Ton, dieses Mal ein wenig lauter. Ein leichtes Kopfschütteln und sie bewegte sich schnell Richtung Parkplatz und stieg in ihr Auto. Der Klang war nicht abzuschütteln, irgendwie blieb er im Ohr.

Als sie am nächsten Morgen auf die Straße trat, begann sie sich umzuhören und siehe da, die Melodie war da, der vertraute Klang zauberte ein sanftes Lächeln in ihr Gesicht. So ging das einige Wochen lang und eines Morgens hatte sie die Idee, die Verursacher dieser reizenden Melodie ausfindig zu machen. So sehr sie sich auch bemühte, niemand war zu sehen. Als plötzlich eine Stimme raunte, „Ich bin es, ich, deine Lebenskraft!“ „Was war denn das? Lebenskraft! Blödsinn!“ Dieser Unsinn mußte sofort aufhören.

Einige Tage später, am Tag vor dem langen Weihnachtsurlaub, ging sie während der Mittagspause zum Eislaufplatz im Zentrum der Stadt, nahe dem Büro, in dem sie täglich arbeitete. Sie sah den Schlittschuhläufern zu, die manchmal leichtfüßig und andere wiederum mühselig ihre Runden drehten.
Da war sie wieder die Stimme. „Das ist Lebenskraft, du mußt sie dir nur nehmen, jeden Tag.“ „Aber ich weiß doch nicht wie das geht, antwortete sie. „Einfach nehmen, ja, das ist das Weihnachtsgeheimnis.“ Und sie verschwand die Stimme, war nicht mehr zu hören.

„Wie soll ich mir die Lebenskraft holen“, fragte sie sich selbst und war neugierig geworden. Der Gedanke daran ließ sie nicht mehr los. Am nächsten Tag, es war der Weihnachtsabend, verließ sie weniger zielstrebig das Haus. „Was sollte sie mit den vielen freien Tagen machen?“ Es dauerte nur wenige Sekunden, bis sie die Melodie im Ohr hören und sich das Bild der Menschen auf dem Eis in Erinnerung rufen konnte. Plötzlich wußte sie, was zu tun war.

Sie kaufte sich ein wenig Lebensfreude, ihr eigenes Weihnachtsgeschenk, weiße Eislaufschuhe mit roten Bändern.

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copyright: Marina de Bon