Archiv nach Kategorie "leben"

Balance ist Kunst

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde, leben mit Tags , , , am Juli 16, 2009 von Marina`s Woertaworld

Balance ist Kunst,
Gleichheit des Gewichts,
das Verteilen der Gunst,
auf zwei Beine und Sohlen.
Ohne Kippen und Druck,
Balance ist die Kunst des zufriedenen Gesichts.

Balance ist Schönheit
zum Wohl der Betrachter,
nicht Norm, keine Narbe
kein Fleck ziert die Weste
Balance ist Klarheit,
vom Körper das Beste.

Balance ist Freiheit
Wollust am Sein,
Genuss des Ausgleichs
von Erde und Bein.
Balance wirkt verlässlich
nicht nur für mich allein.

hangar 7a

copyright foto und text: Marina de Bon

Sie ist die Liebe

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde, leben am Juni 16, 2009 von Marina`s Woertaworld

Sie begegnet der Hoffung,
und flieht vor dir.
Es nagt der Zweifel,
rück näher zu ihr.

Sie müht sich im Stillen
zeigt Achtung vor dir
verlorene Plage,
vermittelst du ihr.

Liebe

Sie reicht dir den Frieden,
nimm ihn dir,
ein starker Wille,
verneigt sich vor ihr.

Sie schmunzelt und lacht
und vermittelt dir,
die Kraft dieses Lebens
wohnt nur in ihr.

Sie kennt keine Macht
ja, sie gibt sie dir
ist grenzenlos
sei gütig mit ihr.

Sie kennt kein Verlangen
sie stillt es dir,
den Kelch der Freude,
trink ihn mit ihr.

Sie ist die Weisheit,
und zeigt sie dir,
nimm ihre Nähe,
verbünd dich mit ihr.

Sie ist die Zukunft
bleibt immer bei dir
richtet und rechtet nicht,
sag ja zu ihr.

Sie ist die Liebe,
du hast es erkannt,
sie hat sich verstellt
dir nun Namen genannt.

copyright: Marina de Bon

die Gunst der Stunde

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde, leben am Juni 15, 2009 von Marina`s Woertaworld

sonnenuntergang

Der Tag entschwindet, die Nacht sinkt herab,
fliehende Leidenschaft am Verglühen,
verschwunden im Schatten, das Bild deiner Selbst,
verlorenes Dunkel erobert die Welt.

Ein eisiger Ort, blitzschnell bitterkalt,
wo ist das Strahlen, wo ist mein Halt?
Wann geht das Hoffen das Sehnen verloren,
hat das Selbst sich als Ziel auserkoren?

Auf Wegen, oft, doch kaum ernsthaft begangen,
Lichtblick und freundliches Wesen empfangen.
Unschärfe trennt das Leben vom Tod,
Trübes verbindet sich mit der Not.

Was, wohin gehst du,
wo stehst du, mein Strahlen?
der Rückzug auf Raten ist Untergang,
Hoffen schlängelt der Nacht sich entlang.

Dunkelheit frierend nach Rache sinnt,
Lichter verschwinden, die Wut verrinnt.
Ein winzig Gefühl nur, die Hoffnung steigt,
die Gunst der Stunde sich freundlich verneigt.

copyright: Marina de Bon

Frei atmen

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde, leben mit Tags , , am März 7, 2009 von Marina`s Woertaworld

Wenn du mich lenkst, mein Licht
sehe ich alles,
Wenn du mich führst, mein Weg
finde ich alles,
Wenn du mich begleitest, mein Herz
fühle ich alles,
was mir fehlte, im Hier und Jetzt.

Von Schatten begleitet, vom Licht nicht verwöhnt,
vom Dunkel gelenkt und dem Grauen verhöhnt.
Von Spuren verwirrt und vom Weg abgekommen,
vom Suchen des rechten Weges benommen.
die Nähe der Anderen meiden, sich trennen,
das Unrecht beim vollen Namen benennen.
Die Sorge in allen Fasern fühlen,
der Unrast im Herzen begegnen und wühlen.
Von allem belastet, wird vieles verkannt,
vom Weg abgekommen, ins Leere gerannt.
Von diesem Alltag zurück zur Fülle,
des frischen Atmens, befreit von der Hülle.

copyright: Marina de Bon

Das Versprechen

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde, leben mit Tags , , am Februar 27, 2009 von Marina`s Woertaworld

Das Wort ist ein Wort, der Anfang des Tages,
die Stunde ein Satz und Leben, Versprechen.
Versprechen folgt nicht; den Pfaden der Sprache,
das Wort in der Einbahn, der Satz an der Straße.
die Fülle an Worten, versprochen, ein Fehler
die Leere der Lebens ein Fehlen von Worten?

Das Leben, versprochen, ist mehr als Versprechen,
ein Ringen um Worte, die Suche nach Fehlern.
gesprochen, verkrochen, versteckt im Gewühl.
entdeckt das Verlebte einen, zwei Sätze,
stockend und zögernd, erlebt es ein Wort.
so naht das Gebrechen, das Flämmchen erlischt.

Es ist das Schweigen, das Fehlen von Worten.
nicht Leere nicht Fülle, kein Satz.
die Stille der Rückkehr zum Sein ohne Worte,
einsame Ruhe, begegnungslos rein.
Es ist der Anfang vom Ende der Straße,
entsprechend dem Tode, frei und allein.

copyright: Marina de Bon

Ich und Du

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde, leben mit Tags , , , , am Februar 13, 2009 von Marina`s Woertaworld

Worte, Worte nichts als Worte,
denke, dachte, Worte horte.
schreibe, schrieb und dachte Texte
bis das Wort beinah verhexte.
machte, dachte, lachte, schrieb
nur ein Wort, das übrig blieb.
Es war DU, das Wort war DU
eine Silbe, D und U
das ist genug, gib endlich Ruh!

Nein, nein nein, nun fällt mir ein,
noch ein Wort berührte mich
es ist ich, man wundert sich?
Spieglein, Spieglein an der Wand,
wer ist du, wer ich genannt?
Keine Frage, es ist klar
Worte, Worte, Jahr um Jahr
denk mir doch, was wäre wenn,
das Wörtchen „Wir“ die Antwort denn?

copyright: Marina de Bon

Gelbes Braun zu Lehm erstarrt

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde, leben mit Tags , am Februar 11, 2009 von Marina`s Woertaworld

Gemaltes Gedicht und das Bild im Herzen
liebliche Worte, im Satz voller Schmerzen.
Der Klang einer Stimme trägt das Staunen der Welt
Leid ohne Ende, das sich ratlos verhält.

Das Bild als Fassade, Text ohne Lied
Totes Gelände, trostlos morbid.
Gemalte Worte, unseliges Ende,
klagende Stimmen erzählen behende
die schrecklichen Bilder.

Die Skizze vom Leben, verfertigt, verlegt
Der Dunkle, Genarbte am Leiden scharrt.
unsägliche Wonne, in Kästen vermodert,
rotes, grünes, blaues Gefieder,
gelbes Braun zu Lehm erstarrt.

copyright: Marina de Bon

ein Raum für meine Trauer

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde, leben mit Tags , , am November 12, 2008 von Marina`s Woertaworld

Du hast Platz in meinem Leben.
Du gehörst hierher.
Wie das Lachen und die Freude,
seid willkommen,
Trauer, Tränen.

Du bist hier,
hast eine Heimat,
ein Zuhause, hier bei mir.
schickst Zerstreuung fort von hier.
Bist die Sammlung, hier,
bei mir.

trauer

Du gehst fort aus meinem Alltag,
hast ein neues Ziel erkoren.
Wie der Wind der kommt und geht,
kehrst du plötzlich hier zurück.
Bist die Freifrau
du, die Trauer,
respektier ich, ohne Zweifel,
nicht beständig auf der Lauer,
mich zu kränken, das versteh ich.

Du bist immer mir willkommen,
weiß ich, dass du wieder ziehst,
an den Ort, den ich nicht kenne,
dessen Vorgeschmack du gibst.
Meine Trauer, meine Liebe.

copyright: Marina de Bon

wie ein Vulkan, auf Thomas Bernhard`s Spuren 2

Veröffentlicht in Worte-Woerter-Wortgebilde, leben mit Tags , , am Oktober 7, 2008 von Marina`s Woertaworld

Momentan würde ich es so bezeichnen, ja, ich bin Thomas Bernhard auf den Fersen.  Auf den Spuren von Th. B. zu sein, ist angeblich nicht möglich, weil er nicht fassbar und kaum interpretierbar ist . Keine Typologie und kein System ist anwendbar. Seine sprachliche Dichte in Verbindung mit der Abneigung des nörgelnden Einzelgängers  gegen seine unmittelbare Umgebung in Österreich macht sein Schreiben einzigartig. Er hinterlässt Krater, keine Spuren.

Ich habe bei der Suche nach fruchtbarer Asche aus Bernhardschen Vulkanausbrüchen einen speziellen Blog gefunden, der Zitate und Originalaussagen zeigt, einfach lesenswert.

das Leben verläuft in Wellen

Veröffentlicht in Lebenskultur, leben mit Tags , , am Oktober 1, 2008 von Marina`s Woertaworld

„das Leben verläuft in Wellen, sagte Lenin, und der war nun nicht so besonders klug“, plauderte ein Freund aus dem Baltikum beim heutigen Telefongespräch. Es braucht aussergewöhnliche Lebensbedingungen für ätzenden Spott.