Archiv nach Kategorie "Uncategorized"

Trennung von Tag und Nacht

Veröffentlicht in Uncategorized am Juli 7, 2009 von Marina`s Woertaworld

Der Morgen bietet der Nacht die Stirn
Vogelstimmen begleiten tausende Gedanken,
im Takt ihrer Lieder
schwinden seltsame Zweifel des Handelns.

Der Morgen kehrt der Nacht den Rücken,
Horizont nimmt Form und Farbe an.
zuverlässig trennt er die Konturen,
und zeichnet des Tages Klarheit auf.

Der Morgen bringt das Staunen wieder,
wisperndes Raunen verschafft Gehör und Stimme sich.
das Schöne stärkt und fern von jedem Zweifel
kehrt Liebe in die Welt zurück.

 

copyright: Marina de Bon

die Kunst der Polarität

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Lebenskultur, Uncategorized mit Tags , , am August 12, 2008 von Marina`s Woertaworld

Ordnung und Unordnung sind zwei Seiten derselben Medaille,
 der „Münze Strukturbewusstsein“.

 copyright Text und Bild : Marina de Bon

auf den Spuren von Georg Trakl (5)

Veröffentlicht in Uncategorized mit Tags , , am Juli 24, 2008 von Marina`s Woertaworld

Die gotische Schönheit der Franziskanerkirche, inmitten barocker Vielfalt eröffnet sich über den Dächern der Altstadt.

Das Bild wurde auf dem Mönchsberg aufgenommen. Dreht man sich um, erscheint das Gedicht auf dem Mönchsberg. Die Bank ist immer von Pärchen besetzt, es ist auch gar nicht gemütlich hier oben, zu kalt und zu feucht. Der Blick auf die ORF Übertragungswägen lässt ahnen, dass die Festspieleröffnung nicht mehr weit weg ist.

Wo im Schatten verfallener Ulmen der verfallene Pfad hinabsinkt.
Ferne den Hütten von Laub, schlafenden Hirten.
Immer folgt dem Wandrer dunkle Gestalt der Kühle
Über knöchernen Steg die hyazinthene Stimme des Knaben,
leise sagend die vergessene Legende des Wald
sanfter ein krankes nun die wilde Klage des Bruders.
Also rührt ein spärliches Grün das Knie des Fremdlings,
das versteinerte Haupt, näher rauscht der blaue Quell die Klage der Frauen

 (Georg Trakl)

Diesen ungastlichen Platz zu verlassen, kostet keine Mühe, die Clemens Holzmeisterstiege aus Stein gehauen führt mich wieder in die Altstadt. Quer durch das Kloster St. Peter, hinein in den Friedhof, der dem Sommer entsprechend, überquillt von fotografierenden Touristen.

„Das ist doch die Familie von dem Societypaar, nicht wahr!“ fragt die deutsche Touristin ihren Mann. „Wo, auf dem Grabstein!“ Na, die Familie von der Swarovski und dem Gassner, der hieß doch Gassner, oder?“ meinte sie und verlor sich in der Menge.

Bevor ich zu Trakls Gedicht „Im Petersfriedhof“ komme, schaue ich kurz in die Katakomben. Der Eingang zeigt den Totentanz auf Schautafeln in allen Graustufen. Der Ort zeigt sich heute kühl und abweisend.

Die Katakomben erscheinen an die Wand geklebt, unwirklich, wie geschaffen für eine Filmkulisse. Sie sind echt, wie vieles in Salzburg.

auf den Spuren von Georg Trakl (4)

Veröffentlicht in leben mit Tags , , am Juli 23, 2008 von Marina`s Woertaworld

An so einem Tag schickt  man keinen Hund vor die Tür. Daher wird es nur ein nachvollzogener virtueller Spaziergang, so kurz, dass man wahrscheinlich auch ohne Schirm nicht nass werden würde. Nun stellt sich die Frage, ob wir von der Christuskirche mit dem Auto fahren oder zu Fuss an der Salzach entlang gehen, den Blick wiederum auf die grau verhangene Altstadt richtend. Eine kluge Entscheidung, denn der Brunnen am Eingang der Linzergasse ist ansprechend. Das Wasser strahlt in verschiedenen Farben aus dem Boden und  bildet eine Barriere zum Strassenlärm.  Die kurze Überlegung durch den Brunnen zu gehen, eine Versuchung, die einem automatisch beim Betrachten befällt, wird hintangestellt. Trakl wartet an der Fassade der  Apotheke in der Linzer Gasse.

(Georg Trakl)

 

 

 

Im Dunkel von Georg Trakl
Es schweigt die Seele den blauen Frühling.
unter feuchtem Abendgezweig.
Sank in Schauern die Stirne den Liebenden.
Oh das grünend Kreuz. In dunklem Gespräch
erkannten sich Mann und Weib.
An kahler Mauer.
Wandelt mit seinen Gestirnen der Einsame.
Über die mondbeglänzten Wege des Walds'
sank die Wildnis
vergessener Jagden; Blick der Bläue
aus verfallenen Felsen bricht.

auf den Spuren von Georg Trakl

Veröffentlicht in Gefühle, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , , am Juli 22, 2008 von Marina`s Woertaworld

Die schöne Stadt

Alte Plätze sonnig schweigen.
Tief in Blau und Gold versponnen
Traumhaft hasten sanfte Nonnen
Unter schwüler Buchen Schweigen.

Aus den braun erhellten Kirchen
Schaun des Todes reine Bilder,
Großer Fürsten schöne Schilder.
Kronen schimmern in den Kirchen.

Rösser tauchen aus dem Brunnen.
Blütenkrallen drohn aus Bäumen.
Knaben spielen wirr von Träumen
Abends leise dort am Brunnen.

Mädchen stehen an den Toren,
Schauen scheu ins farbige Leben.
Ihre feuchten Lippen beben
Und sie warten an den Toren.

Zitternd flattern Glockenklänge,
Marschtakt hallt und Wacherufen.
Fremde lauschen auf den Stufen.
Hoch im Blau sind Orgelklänge.

Helle Instrumente singen.
Durch der Gärten Blätterrahmen
Schwirrt das Lachen schöner Damen.
Leise junge Mütter singen.

Heimlich haucht an blumigen Fenstern
Duft von Weihrauch, Teer und Flieder.
Silbern flimmern müde Lider
Durch die Blumen an den Fenstern.

 

eine umfangreiche Sammlung mit Gedichten von Georg Trakl findet man unter:

http://www.literaturnische.de/Trakl/index-trakl.htm

Wersch Literaturnische

 (Georg Trakl)

Georg Trakls Gedichte sind Musik, Töne aus vergangenen Tagen, die Trauer, Tod und Vergänglichkeit auf einzigartige Weise wirklich machen.

 

 

 

… im Innenhof von Georg Trakls Geburtshaus …

vor dem Gewitter

Veröffentlicht in Uncategorized mit Tags am Juli 2, 2008 von Marina`s Woertaworld

Der Deckel schließt sich.
Es beginnt zu gießen,
immer stärker.
Ein Regen.

Nein, ein Gewitter oder doch der Schnürlregen?

 

Rosmarina und Brummhummel

Veröffentlicht in Uncategorized am Juli 1, 2008 von Marina`s Woertaworld

Wo ist der Rosmarin?
In der Regel ist der Rosmarin auf der Kartoffel.
Der riecht sooo…. gut.

Wo ist der Rosmarin?

Rosen duften,
Mariiiiechen riecht.
Rosmarin vergiss miiiich niiiicht.

Rosmariechen sass in ihrem Garten und traeumte vom Maerchenprinz.
Ploetzlich tauchte eine Brummhummel auf, laermend wie das Knattern eines Motorrads.

„Hi schoene Lady,“ brummte die Hummel.
„Hallo, du Null-pe, was machst du fuer einen Laerm?“
„Dein Knattern stoert meinen Traum!“

„Ach geh du Tuelpchen, sei doch nicht so ein Sensibelchen.“!
„Das bisschen Laerm musst du in dieser lauten Welt schon aushalten.“
“ Sei froh, dass ich dich nicht pfluecke, du riechst einfach zu gut.“

Eure Null-pe, Tull-pe und die Brummhummel.

Eierspeise alla Rosmarina
1 Pfanne
1 Teeloefferl Olivenoel
3 Eier, verquirlt
1 bis 2 Blaetter Schinken
einige Rosmarinblaetter
1 Blatt Basilikum
2 schoene Tomaten!

Zuerst nimmt man eine Pfanne und gibt das Olivenoel hinein. Zunaechst 3 Eier und verquirlt sie. Nun braucht man den geschnittenen Schinken, dazu streut man Rosmarin darueber. Als naechstes nimmt man das Basilikum und als kroenenden Abschluss legt man die Schoenen! Tomaten auf das Teller!
Guten Appetit von NILO

Das englische Fräulein trifft den heiligen Urban

Veröffentlicht in Gesehen und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , am Mai 10, 2008 von Marina`s Woertaworld

Eine seltsame Geschichte, die sich eines Morgens in einer kleinen Stadt im nördlichen reich zutrug. Sie verließ das Kloster, bog rechts in die nächste Straße ab und ward nicht mehr zu sehen. Ein Sonnenstrahl folgte ihr auf den Fersen. Zwischen den Gassen, die im Gegensatz zu manch mittelalterlicher Stadt relativ breit waren, war dies gar nicht einfach. Zwei Straßen vor dem Hauptplatz blieb sie stehen, blickte kurz nach rechts und links und warf den schnellen Blick nach oben. Mit einem Nicken begleitet war der Augenaufschlag. Er galt dem Urban, der schon seit Jahren auf diesen Platz verbannt war. Am Bischofssitz hinter dem Park wohnte er noch Jahre zuvor, seit dieser Zeit fristete er sein Dasein auf einem kleinen Podest.

Warum musste er nun dieses kleine Haus hüten? Manche behaupten, es wären die kostbaren Fliesen, andere wiederum, zumeist vermummte Gestalten betraten das Haus des Nachts. Dann wurde es für Urban Zeit zum Handeln.

 

 

 

 

Ironie

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde, leben mit Tags am Mai 8, 2008 von Marina`s Woertaworld

Ironie – ein Wort,  Wörter und Sätze, die verletzen.

Ironisch gemeint -Verwirrung ist DAS Wort beim Namen nennen
nicht erkennen und tappende Schritte setzen.

Ironisch oder nicht, vielleicht doch ist Handeln ohne Tun
ein verlorener Weg für jene die nicht sagen wollen.
was sie wirklich meinen.

Ironie des Schicksal – führt die zurück;
nennt DAS Wort beim Namen.
zum Glück. Amen. 

copyright: Marina de Bon

Grenzen setzen

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Gefühle, Uncategorized mit Tags , am Mai 5, 2008 von Marina`s Woertaworld

Allen Rosen die Dornen belassen