Wohin führt der Weg, wenn man das Ziel nicht kennt? Zum nächsten Schritt und weil ich mich nicht entscheiden kann, nehme ich den Weg am Zwerglgarten vorbei, wobei die Tafel von Kaiser Franz Josef ins Auge fällt. Er hatte den Park der Stadt zurückgeschenkt, nachdem Sie 1815 dem Kaiserreich nach Aufgabe des Fürsterzbistums zugefallen war. Nun kann man darüber rätseln ob es nicht eigentlich sowieso dem Land gehört hätte. Aber das ist immer so, irgendwem hat immer irgendetwas gehört. Die Menschen machen zuviel Wirbel aus traditionellem Besitz.
Ich komme nach wenigen Schritten zur Evangelischen Christuskirche. Als gelernte Barockkatholikin war mir das Innere von evangelischen Kirchen anfangs sehr fremd. Mit den Jahren habe ich die Würde und Schönheit einfacher und moderner Kirchenräume schätzen gelernt.
Dieses Gedicht habe ich nicht selbst fotografiert. Unzählige Male fuhr ich daran vorbei, parkte in der Nähe, doch nie war die Zeit oder Geduld, ein Foto zu machen. Nun, die Aufnahme von Arne Mueseler (www.arne-muesler.eu) ist viel besser als meine. meistens leicht verschwommenen Eindrücke, die über die Digitalkamera laufen.
(Georg Trakl)
… an der Christuskirche …



