Archiv für Lebenskultur

über die Lebenskunst

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Lebenskultur, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , am September 28, 2008 von Marina`s Woertaworld

Mein Weg in die Kunst des Lebens begann …
 
mit dem ersten Atemzug,
mit dem ersten Schritt in die Welt außerhalb meiner eigenen Wahrnehmung und mit den vielen ersten Malen, die es gab und gibt. Ich fühle mich von der Energie motiviert, die von allem Neuen in Gedanken, Handlungen und Beziehungen ausgeht. Und sei es nur die neue Betrachtung von bereits Bekanntem. Damit komme ich zum nächsten Wegabschnitt.

 „1000 Schritte in den Mokassins des anderen gehen“,
„verstehen ist eine Reise in die Welt des anderen“
und viele andere Zitate, die darauf hinweisen, von der Sichtweise meiner Mitmenschen zu lernen und an der Mitwelt zu partizipieren. Ob es der Austausch von Gedanken ist, das Geben und Nehmen von Gefühlen, das Ballspielen mit Argumenten und die direkte Begegnung in Harmonie und im Konflikt.

Was macht der Streit, der Konflikt und die Konfrontation bei der Lebenskunst?
… als ob der Konflikt der Stock wäre, an dem ich mich festhalten kann, wenn das Gehen zu beschwerlich wird. Gibt der Widerspruch doch den Hinweis auf das Fehlende, das Unvollständige, auf jene mühseligen Gefühle, die gerne verdrängt werden.  Behinderungen des Alltags bewältigen nenne ich meine Konfliktfreudigkeit oder wie es ein Freund heute so schön ausdrückte, „Stolpersteine formen die Treppe, die es zu erklimmen gilt!“

Nachdem ich auf diese Weise bereits zahlreiche Schritte im Leben gegangen war, sozusagen die Mitte erreichte, sagte ich zu mir selbst.

…bisher habe ich verstanden zu leben, jetzt versuche ich das Leben zu verstehen.“
Das erlaubt mir, die Vergangenheit mit Milde zu betrachten, Verständnis für mich selbst und andere zu entwickeln und die nächsten Schritte zu gehen.

… Visionen entwickeln, Ziele festlegen, Maßnahmen setzen, Pläne machen und Ordnung schaffen,
haben durchaus positive Wirkung und nehmen einen wohlerworbenen Platz im ökonomischen Alltag ein. Lebenskünstlerisch gedacht, erschien mir weitaus geeigneter, meine Fähigkeiten zu erforschen,

… daran zu bleiben, nicht aufzugeben und wenn notwendig nicht vorzeitig aufzugeben.
Diese neue Form von Zeitplan bringt mir neben den geplanten Anforderungen des Alltags viel Unbekanntes und Kreatives.

Der letzte Schritt den ich aufgrund einer schweren Erkrankung, meinte, gehen zu müssen hat mir vor Augen geführt,

… daß Lebenskunst endlich ist.
Eine wunderbare Sache, dann die Tatsache, neu beginnen zu dürfen und somit wieder beim Anfang der Geschichte zu stehen, heißt, den ersten Schritt immer wieder von neuem gehen.

… mit dem Unterschied, „daß ich jetzt hege und pflege“,
was ich meinte, unendlich zur Verfügung  zu haben, dazu gehört auch bisher kaum Erwähntes, wie Liebe, Besitz, Kultur, Menschsein, Kinder, Freunde, Sprache…

Ein schönes Blogprojekt von Claudia Klinger,  worauf mich der Blog von Roland Kopp Wichmann aufmerksam gemacht hatte. Es macht Spass, sich über den eigenen Horizont hinaus, vernetzt bewegen zu können, vergass ich zu schreiben, über die Lebenskunst…

copyright: Marina de Bon

Lapsus

Veröffentlicht in Gelesen und kommentiert, Lebenskultur, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , am April 24, 2008 von Marina`s Woertaworld

Ein Freudscher Versprecher ist ein Lapsus linguae
Zwei Freudsche Versprecher sind Lapsu:s linguae
Diese Lapsu:s Linguae sind Freudsche Versprecher und Zungenbrecher.

„Viele verschieden gestimmte Saiten ergeben erst Harmonie.“ (Joseph Freiherr von Eichendorff)

viel stimmung auf verstummten Saiten verstimmt die Harmonie.

viel harmonie vestimmt die unstimmigen auf vielen seiten.

viele saiten verstummen wenn stimmige harmonie verstummt.

copyright Lapsu:s linguae stimmig: marina de bon

durchblicken

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , , am April 22, 2008 von Marina`s Woertaworld

 

 

ich blickte durch, nicht drauf
ich blickte drein, nicht raus.
ich sah das, was nicht zu sehen war und
übersah das, was zu betrachten war.
Eben doch nicht durchgeblickt
und nicht draufgeblickt.
Hätte ich draufgesehen,
wäre es auch geschehen.
hätte ich reingeschaut,
wäre es abgeflaut.
ich blicke zurück
auf das, was nicht zu verstehen ist.