Archiv für Liebe

Du bist das Glück

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , , , am Juni 5, 2009 von Marina`s Woertaworld

ok 108

Der späte Frühling und frühe Sommer ist die Zeit der erwachten Liebe.

Das Vertrauens in den Tag wird durch die Wärme der Sonne und die Ruhe des Mittags zur Sicherheit.

Die wohlige Trägheit gibt Raum zum Träumen.

Dein Blick
ist Lebenslicht
in den Augen
meiner Seele.

In deiner Nähe
wird das Wort Vertrauen
zu einer Wirklichkeit
die freudig überrascht.

aus: „Für immer Du, Hans Kruppa Liebesgedichte“

Du ist die vertraute Silbe,
du ist die Verheißung,
du ist das erwachte Leben,
du als Wort ist nur die Form.
Du bist der vertraute Herzschlag,
du bist das versprochene Glück,
du bist die Sekunde Leben,
du bringst Lachen heil zurück.
Du wirst diese Hoffnung nähren,
du wirst vieles anders tun,
du wirst das und mehr begehren,
du bist Spiegel, wirst zum Ich.

copyright: Marina de Bon

Gibst du mir?

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Gefühle, Gehört und kommentiert, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , , , am Februar 14, 2009 von Marina`s Woertaworld

Gibst du mir ein Stück von Dir?
Einen Blick, den Augenblick.
Gibst du mir ein Wort von Dir,
diesen Satz, du weisst ihn schon.
Gibst du mir ein Lied von Dir,
das Lustige, sing doch, sei nicht so.
Gibst du mir eín Gefühl von Dir?

copyright Marina de Bon

im Eis verborgen

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Gefühle, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , , , , am Februar 10, 2009 von Marina`s Woertaworld

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Bist du im Eis, allein,
bewegungslos verborgen?
Versperrt die kalte Grenze,
dir die Sicht auf neue Bilder?

 

eis3

Bist du das Bild, verzerrt,
im blanken Hang verwoben?
Verhindert eisig Wand,
den Tritt auf neuem Boden?

 

 

Bist du der Baum, geduldig,
blickt auf diese Pracht?
wärmend Wind im Ast,
dir flüstert: „Warte, warte, wenig Tage!

Bist du die Brise, unbeständig
wehend auf dem eisig Grund?
Schmelzend, tropfend jammernd, ächzend.
dir der Bach nun ruft entgegen: „Neu und alt ist mein!“

 copyright: Marina de Bon

die Spur ist gezogen

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Gefühle mit Tags , , am Dezember 31, 2008 von Marina`s Woertaworld

langlaufen

Friede ist eingekehrt,
ruhig und still ist es im Herzen geworden.
Einen Spalt weit öffnet sich die Tür
und ladet ein, zum Mitfeiern.

Freude ist eingekehrt,
lächelnd und mit glänzenden Augen,
betrachten wir den winzigen Zugang zum Herzen
und beginnen einen Schritt zu gehen.

Stille ist eingekehrt,
während sich behutsam Herzen begegnen,
mit Glanz in den Augen tasten sich die
Strahlen der Güte langsam voran.
lassen sich nieder und finden Herberge,
hier bei uns.
des Moments Seelenruhe.

Eine Spur führt zur anderen,
der Weg ist getan,
ein Ton zur Melodie sich formt,
hier, im Frieden
der Seelen Ruhe.

 

copyright: Marina de Bon

ein Raum für meine Trauer

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde, leben mit Tags , , am November 12, 2008 von Marina`s Woertaworld

Du hast Platz in meinem Leben.
Du gehörst hierher.
Wie das Lachen und die Freude,
seid willkommen,
Trauer, Tränen.

Du bist hier,
hast eine Heimat,
ein Zuhause, hier bei mir.
schickst Zerstreuung fort von hier.
Bist die Sammlung, hier,
bei mir.

trauer

Du gehst fort aus meinem Alltag,
hast ein neues Ziel erkoren.
Wie der Wind der kommt und geht,
kehrst du plötzlich hier zurück.
Bist die Freifrau
du, die Trauer,
respektier ich, ohne Zweifel,
nicht beständig auf der Lauer,
mich zu kränken, das versteh ich.

Du bist immer mir willkommen,
weiß ich, dass du wieder ziehst,
an den Ort, den ich nicht kenne,
dessen Vorgeschmack du gibst.
Meine Trauer, meine Liebe.

copyright: Marina de Bon

bereitwillig geben

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , , am Oktober 19, 2008 von Marina`s Woertaworld

Es gibt Tage zum Leben,
und Tage zum Sterben,
Stunden, die kränken
und alles verderben.
Dann kommen Sekunden, die heilen
und werben
für Minuten die wiederum
schöner als sterben,
glückliches geben
vergessen, die Kerben.

Es gibt Nächte zum Denken
und Nächte zum Schlafen.
Minuten, die lenken,
das Schicksal gerecht.
Sekunden, die schenken
das Schönste im Leben,
innig und freudig
bereitwillig geben.

copyright: Marina de Bon

manchmal würden…

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , , am September 28, 2008 von Marina`s Woertaworld

Manchmal würden Schritte reichen,
um den Weg zu gehen,
manchmal würden Tränen helfen
um das Leid zu sehen,
manchmal würde Lachen siegen
um das Ziel zu kriegen.
Manchmal würden Worte nützen
um das Sein zu schützen,
manchmal würde Lachen nützen
wenn die Tränen reichen,
manchmal würden Worte reichen
wenn das Ziel noch weit ist.
Manchmal würde Liebe siegen,
wenn wir Schritte machen.


fortschritte.
rückschauen.
weiterziehen.
zielen.
gehen.

copyright: Marina de Bon

Alles haben

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , , am September 9, 2008 von Marina`s Woertaworld

Ich wollte dich umarmen
nahe bei dir sein.
und in deinen Armen
nicht alleine weinen.

Ich wollte traurig sein,
die Laune laufen lassen,
und im Fluss der  Worte
Menschen lieblos hassen.

Ich wollte lieben,
rasch und unerbittlich,
dem Genusse frönen;
und das Schicksal mittels Vorschuss löhnen.

Ich wollte Taten setzen,
handeln und entscheiden
Fehler ganz vermeiden
und das Messer ohne Scharten wetzen.

Ich wollte Spiegel fechten,
mutig ohnegleichen
dir das Wasser reichen
und dabei Menschen rechten.

ich wollte alles haben
und für immer sein.
Mond und Sonne
Tag und Nacht
Leid und Wonne
ohne Last nur ein Begleiter sein.

copyright: Marina de Bon

Veröffentlicht in Gesehen und geschrieben, Worte-Woerter-Wortgebilde mit Tags , , am September 7, 2008 von Marina`s Woertaworld

Bilder können trösten, nicht heilen.
Sie nehmen das Schwere
und schenken Leichtigkeit,
sie beruhigen das Auge,
und schlucken die Schärfe des Schmerzes.
sie weisen auf Vergängliches,
und holen uns in die Erinnerung.
Sie sind da und trösten.

copyright: Bild: Kortokraks, Ausstellung im Mirabellpavillon, 2008

Stimmen von Frauen, die längst verstarben

Veröffentlicht in Gedacht und geschrieben, Lebenskultur, leben mit Tags , , , am August 30, 2008 von Marina`s Woertaworld

stimmen von frauen, die längst verstarben

lautet die Zeile in Georg Trakls Gedicht von den drei Teichen in Hellbrunn. Bei der ersten Begegnung mit diesem Gedicht kam mir eine Abwertung in den Sinn, die ich auch sofort niederschrieb. In einem anderen Zusammenhang erscheint mir gerade diese Zeile voller Zärtlichkeit und Wärme. Diese Stimmen der Vergangenheit sind Erlebnisse, Menschen an die wir im Guten denken und deren Stimmen wir hören.

Bestätigende, erklärende,
warnende, beruhigende,
klärende, korrigierende,
bedauernde, verneinende

und Stimmen,
die wir nie mehr hören werden,
die einzig in unserer Erinnerung lebendig sind.

Nicht immer ist der Tod der die Stimmen von den Lebenden trennt, manchmal ist es nur die Entfernung.

text: Marina de Bon
bild: Ausstellung, Pavillon im Mirabellbark, Kortokraks 2008